Matthias Jung begeisterte am Freitag, 12. Juni, im Haus der Jugend mit seinem Programm „Chill mal – Am Ende der Geduld ist noch viel Pubertät übrig“

Die Pubertät – eine Zeit voller Veränderungen, Herausforderungen und manchmal auch großer Fragezeichen. Am Freitagabend drehte sich im Haus der Jugend alles um diese besondere Lebensphase, die Jugendliche und Eltern gleichermaßen fordert. Zu Gast war der Diplom-Pädagoge, Autor und Comedian Matthias Jung mit seinem Programm „Chill mal – Am Ende der Geduld ist noch viel Pubertät übrig“.

Mit viel Humor, Fachwissen und einem guten Gespür für den Familienalltag nahm Matthias Jung die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Teenagerlebens. Dabei ging es um die Fragen, die viele Eltern beschäftigen: Warum sind Diskussionen über Schule, aufgeräumte Zimmer oder die Mithilfe im Haushalt plötzlich so schwierig? Warum scheint Hygiene manchmal überschätzt zu werden? Und warum sind Eltern auf einmal peinlich, gemein oder einfach nur nervig?

Matthias Jung machte deutlich: All das gehört zum Abnabelungsprozess dazu. Jugendliche müssen ihren eigenen Weg finden – und Eltern dürfen lernen, loszulassen. Am besten gleich die Kreditkarte, wie er mit einem Augenzwinkern erklärte.

Der Abend war eine Mischung aus wertvollen Informationen, fachlichem Hintergrund und jeder Menge Humor. Durch viele Beispiele aus dem Alltag – aus seiner eigenen Familie mit einer neunjährigen Tochter und einem 15-jährigen Sohn, aber auch aus Erlebnissen mit Nachbarskindern und Bekannten – fanden sich viele Eltern wieder und konnten über Situationen lachen, die ihnen vermutlich selbst bekannt vorkommen.

Ob Teenager, die sich tagelang im Zimmer zurückziehen, oder das Chaos im Kinderzimmer, bei dem sich zwischen Pizzaresten und liegengebliebenen Dingen schon fast eine „Rettungsgasse“ für die Ameisen bildet – Matthias Jung zeigte mit viel Humor, dass viele Familien ähnliche Erfahrungen machen.

Auch die Geschichte von der Jugendlichen, die sich im Urlaub vier Tage im Zimmer verschanzt hatte und anschließend fragte: „Mama, ist es weit vom Hotel bis zum Strand?“, sorgte für viele Lacher – besonders, als die Antwort lautete: „Es geht, wir sind im Harz.“

Der Abend zeigte: Pubertät ist manchmal anstrengend, aber sie bietet auch viele Momente zum Schmunzeln. Mit seiner Mischung aus Unterhaltung, Alltagserfahrung und pädagogischem Wissen schaffte Matthias Jung eine besondere Nähe zu den Eltern und ihrem ganz persönlichen Abenteuer Pubertät.

Bei guter Stimmung und vielen lachenden Gesichtern ging ein kurzweiliger und unterhaltsamer Abend im Haus der Jugend zu Ende.