Ferienspaß - talentCAMPus 

Montabaur. Zwei Wochen lang herrschte in Montabaur kreativer Ausnahmezustand: Im Rahmen des bundesweiten Ferienbildungsprogramms „talentCAMPus“ erlebten zahlreiche Kinder und Jugendliche eine abwechslungsreiche und inspirierende Zeit. Das kostenfreie Bildungsangebot ist ein Konzept des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) und wird im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

Dank des engagierten lokalen Bündnisses, bestehend aus dem Haus der Jugend Montabaur e.V., der VHS der Verbandsgemeinde und der Heinrich-Roth-Realschule Plus, konnten über den gesamten Zeitraum hinweg gleich vier unterschiedliche, spannende Projekte realisiert werden.

Digitale Kunst über zwei Wochen: Das Projekt „mitgedreht“

Als einziges Projekt erstreckte sich das Medienangebot „mitgedreht“ unter der professionellen Leitung von Jasmin Hof über die gesamten zwei Wochen. Die Teilnehmenden tauchten tief in die digitale Welt ein und lernten den Umgang mit professionellen Softwaretools, die großzügig von MedienRLP zur Verfügung gestellt wurden.

Neben technischen Fertigkeiten stand die visuelle Kommunikation im Fokus: Die Jugendlichen schärften ihr Bewusstsein für digitale Bildgestaltung und entwickelten eine eigene, ausdrucksstarke visuelle Sprache. Die Teamarbeit kam dabei nicht zu kurz – in kleinen Gruppen entstanden kreative Medienprojekte, die auch die Dokumentation des gesamten Ferienprogramms umfassten.

Dynamischer Start in der ersten Woche: Tanz und Natur

In der ersten Woche ging es sowohl sportlich als auch handwerklich zur Sache:

  • „Step Up Now!“: Unter der choreografischen Leitung von Dennis Ortel stand die kreative Bewegung im Vordergrund. Die Jugendlichen erarbeiteten gemeinsam eine ausdrucksstarke Tanzchoreografie. Abseits des Schulalltags lernten sie, Vertrauen in den eigenen Körper aufzubauen, Disziplin zu zeigen und ihre eigene Stimme durch Tanz lebendig werden zu lassen.
  • „WurzelWerk“: Unter der Leitung von Kristof Reuter wurde im Garten gewerkelt und gestaltet. Das Projekt setzte auf Vielfalt, Inklusion und Teamarbeit. Die Jugendlichen lernten, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und handwerkliche Fähigkeiten zu entwickeln. Die Caritas Montabaur unterstützte das Vorhaben tatkräftig mit Pflanzenspenden, sodass im Gartenbereich des Hauses der Jugend bleibende Beete, gemütliche Bänke und schöne Kunstobjekte entstehen konnten.

Farbige Akzente in Woche zwei: „Street Art Rebel“

Die zweite Woche hielt mit dem Graffiti-Projekt „Street Art Rebel“ ein optisches Highlight bereit. Unter der fachkundigen Anleitung von Steffen Wilms gestalteten die Jugendlichen gemeinsam die Rückwand des Hauses der Jugend neu.

Das Projekt bot den Jugendlichen die Chance, ihre Gefühle und Perspektiven großflächig im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Die gemeinsame Ideenfindung und kooperative Umsetzung stärkten nicht nur das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit der Teenager, sondern förderten auch das Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Stadt.

Ein großes Fest zum Abschluss

Jedes der Projekte mündete in einer feierlichen Abschlussveranstaltung, bei der Eltern, Freunde, Familie und die Kooperationspartner die beeindruckenden Ergebnisse bestaunen durften. Die Gäste kamen aus dem Staunen nicht heraus: Es wurde eine mitreißende Tanzchoreografie aufgeführt, die frisch angelegten Beete des „WurzelWerks“ wurden besichtigt – abgerundet durch ein gemütliches gemeinsames Grillen –, die neu besprühte Graffiti-Wand zog alle Blicke auf sich und der im Medienprojekt entstandene Film ließ die vergangenen zwei Wochen noch einmal lebendig werden.

Ein ganz besonderer Dank der Organisatoren gilt den engagierten Peer-Teamerinnen und Peer-Teamern sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die das Programm tatkräftig unterstützten. Für das leibliche Wohl über die gesamten zwei Wochen hinweg sorgte Olea mit einer hervorragenden Verköstigung. Am Ende stand fest: Dieses Ferienprogramm hat Spuren hinterlassen – an den Wänden, in den Gärten und vor allem in den Herzen der Jugendlichen.